Rechte und Pflichten:

Im Zivilrechts-Mediationsgesetz werden die Rechte und Pflichten von eingetragenen MediatorInnen behandelt:

 

» MediatorInnen dürfen nur im Auftrag der Parteien tätig werden und müssen die Parteien über das Wesen und die Rechtsfolgen der Mediation aufklären. 
» Die Mediation ist persönlich, unmittelbar und gegenüber den Parteien neutral durchzuführen. 
» MediatorInnen sind zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet.
» Bei Beginn eines Mediationsverfahrens durch eingetragene MediatorInnen werden gesetzliche oder vereinbarte Verjährungsfristen gehemmt (d.h. kein Recht kann durch das Eingehen einer Mediation durch Verjährung verloren gehen).

 

Eingetragene Mediatoren:

Das Bundesministerium für Justiz führt eine Liste der MediatorInnen, die bestimmte Ausbildungsstandards und einschlägige Berufserfahrung, sowie eine Haftpflichtversicherung für die Ausübung der Mediation voraussetzt. Die Rechtsquelle ist das Zivilrechts-Mediations-Gesetz.
(www.mediatorenliste.justiz.gv.at)

Nur bei eingetragene MediatorInnen tritt in Zivilrechtsangelegenheiten
der umfassende Gesetzesschutz ein, insbesondere
» die Sicherstellung der Vertraulichkeit, weil nur eingetragene Mediatoren über den Inhalt der Mediation nicht vor Gericht aussagen müssen und
» die Hemmung von Verjährungsfristen, zum Beispiel aus dem Ehegesetz.

 

Gesetzliche Regelungen:

Für MediatorInnen in Österreich relevante rechtliche Regelungen
» Bundesgesetz über Mediation in Zivilrechtssachen (Zivilrechts-Mediations-Gesetz, ZivMediatG)
» Verordnung des Bundesministers für Justiz über die Ausbildung zum eingetragenen Mediator (Zivilrechts-Mediations-Ausbildungsverordnung, ZivMediatAV)